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DIE GEWINNER:INNEN

2025

Die eingereichten Abschlussarbeiten beeindrucken uns immer wieder neu. Sie sind so lesenswert, dass wir die Arbeiten zum Download zur Verfügung stellen. Viel Vergnügen bei der Lektüre!

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Auszeichnung: Zukunft Schreiben

Iron Fertilization:
A potential mitigation strategy for climate change? How iron fertilization affects the rate of photosynthesis by measuring the carbon dioxide uptake and oxygen release

Kleanie Bühler, Gymnasium am Münsterplatz (BS)

Kleanie Bühler setzt sich in ihrer Arbeit mit der globalen Klimakrise auseinander und untersuchte eine mögliche Methode zur Reduktion von CO₂ in der Atmosphäre: die sogenannte Eisendüngung. Angesichts des drastischen Anstiegs der CO₂-Konzentration seit 1750 analysierte sie kritisch, inwiefern diese Technik zur Kohlenstoffbindung beitragen kann.

Ausgangspunkt ihrer Untersuchung war die „Iron Hypothesis“ des Wissenschaftlers John H. Martin. Dieser vermutete, dass die Zugabe von Eisen in ozeanische Regionen das Wachstum von Phytoplankton fördert, welches wiederum verstärkt CO₂ aus der Atmosphäre aufnimmt. Im Zentrum der Arbeit stand ein experimenteller Versuch, bei dem sie den Einfluss unterschiedlicher Eisenkonzentrationen auf die Fotosyntheserate von Phytoplankton analysierte. Ziel war es, die wirksamsten Eisenkonzentrationen zu ermitteln und mögliche Limitierungen zu identifizieren.

Mit dieser Arbeit leistete sie einen fundierten Beitrag zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit innovativen Ansätzen im Kampf gegen den Klimawandel und reflektierte gleichzeitig kritisch die Chancen und Risiken der Ozeandüngung.

Auszeichnung: Zukunft Schreiben

Klima der Hoffnung. Produktion eines Kurzfilmes zur Hoffnung in der Klimakrise

Samuel Vonwil, Kantonsschule Rychenberg (ZH)

In seiner Arbeit setzte sich der Autor mit der Klimakrise auseinander – einem Thema, das ihn auch im Alltag stark beschäftigt. Schon früh stand für ihn fest, dass er dieses drängende globale Problem zum Mittelpunkt seines Kurzfilms machen wollte. Dabei verfolgte er das Ziel, einen positiven Beitrag zu leisten und andere Menschen zum aktiven Handeln zu motivieren.

Besonders interessierte ihn die Verbindung zwischen Hoffnung und Klimakrise. Er fragte sich, wie es Menschen gelingt, trotz der bedrohlichen Lage nicht zu resignieren, sondern weiterhin aktiv zu bleiben. Während des kreativen Prozesses war ihm zunächst nicht klar, dass gerade diese Auseinandersetzung ihm selbst neue Hoffnung geben würde. Doch durch die intensive Beschäftigung mit dem Thema erkannte er für sich einen Sinn darin, weiter auf eine lebenswerte Zukunft zu hoffen und sich für Veränderungen einzusetzen. Seine persönlichen Erkenntnisse bringt er im Kurzfilm zum Ausdruck – mit dem Wunsch, auch anderen Menschen Hoffnung zu vermitteln und sie zu ermutigen, selbst aktiv zu werden.

Auszeichnung: Zukunft Schreiben

Zukunftsfähig handeln. Nachhaltige Unternehmensführung - zwischen Theorie und Praxis

Louis Hochuli, Lena Weibel, Etienne Luc Gasser, Serena Stauffer, Gibb Berufsfachschule Bern (BE)

In der Gruppenarbeit haben Louis Hochuli, Lena Weibel, Etienne Luc Gasser und Serena Stauffer die Auswirkungen nachhaltiger Unternehmensführung auf den langfristigen Erfolg von Schweizer Unternehmen untersucht. Im Fokus stand die zentrale Fragestellung: «Wie setzen ausgewählte Unternehmen die Grundsätze der unternehmerischen Nachhaltigkeit um und welchen Herausforderungen begegnen sie dabei in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales?» Sie zeigen auf, dass Unternehmen, die nachhaltige Praktiken wie Ressourceneffizienz, Innovation und verantwortungsbewusste Produktion umsetzen, nicht nur ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern, sondern auch langfristig Kosten senken und neue Märkte erschliessen können.

Zur Vertiefung ihrer Analyse haben sie zwei Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen untersucht. Ihre Ergebnisse zeigen, dass trotz der Unterschiede zwischen den Unternehmen ähnliche Herausforderungen bestehen – insbesondere der Fachkräftemangel, die geringe Wertschätzung durch Konsumenten sowie ein hoher Investitionsbedarf. Auch gesetzliche Vorgaben und der Druck zur Innovation stellten zentrale Hürden dar. Gleichzeitig konnten sie Lösungsansätze identifizieren, etwa durch lokale Kooperationen, Investitionen in nachhaltige Technologien und eine transparente Kommunikation. Sie kommen zu dem Schluss, dass eine klare Vision und ein langfristiges Engagement für Nachhaltigkeit entscheidende Erfolgsfaktoren sind, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

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Auszeichnung: Wegweiser Ethics Award

« Los espejos que perdimos ». Die Entwicklung einer Graphic Novel über die Auswirkungen des Beerenanbaus in Huelva auf den spanischen Nationalpark Doñana

Lucia Zemp, Neue Kantonsschule Aarau (AG)

In ihrer Arbeit setzte sich Lucia Zemp künstlerisch mit den ökologischen Folgen des intensiven Erdbeeranbaus in der Region Huelva auseinander. Mit der Graphic Novel «Los espejos que perdimos» entwickelte eine kritische Reflexion über das Spannungsfeld zwischen Landwirtschaft, Konsumverhalten und Umweltzerstörung – mit Fokus auf den Nationalpark Doñana in Spanien.

Sie richtet sich mit ihrer Arbeit an ein breites Publikum und verbindet fundierte Recherche mit einer fiktiven, jedoch realitätsnahen Handlung. Die Geschichte folgt der Protagonistin Ari, einem Stelzenläufer, die durch den Verlust ihres Lebensraumes gezwungen ist, ihre Heimat zu verlassen. Ari wird zur Symbolfigur der bedrohten Tierwelt Doñanas. Die Erzählung ist chronologisch aufgebaut und spannt den Bogen von den 1990er-Jahren bis ins Jahr 2024. Ein zentrales Leitmotiv ist das der Spiegelung. Wasser als überlebenswichtiges Element der Natur steht symbolisch für den «Spiegel», den Mensch und Umwelt verlieren. Durch gezielte Farbwahl werden Emotionen wie Melancholie, Nostalgie und Hoffnungslosigkeit transportiert werden.

Mit «Los espejos que perdimos» regt Lucia Zemp Leser:innen dazu an, das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen und eine bewusste, informierte Entscheidung zu treffen. Ihre Arbeit verbindet künstlerischen Ausdruck mit gesellschaftlicher Relevanz und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung.

Wegweiser Ethics Award 2024
Auszeichnung: IWB-Preis

Wasser als Lebensquelle: Der Brunnenbau und seine Wirkung

Mamadou Aliou Diallo, Kantonsschule Wiedikon (ZH)

Im Rahmen seiner Arbeit realisierte Mamadou Aliou Diallo den Bau eines Brunnens im westafrikanischen Dorf Sambaya Dura in Guinea. Ziel des Projekts war es, eine nachhaltige und saubere Trinkwasserversorgung für die Dorfbewohner:innen sicherzustellen.

Er untersuchte, welche Auswirkungen der Zugang zu sauberem Wasser auf den Alltag der Menschen in hat. Dabei ging er insbesondere der Frage nach, inwiefern sich der Bau des Brunnens auf die Lebensqualität und Gesundheit der Bevölkerung auswirkt. In seiner Analyse zeigte er, dass der Brunnen nicht nur die tägliche Wasserversorgung erleichtert, sondern auch langfristig gesundheitliche Verbesserungen mit sich bringt.

Er dokumentierte die einzelnen Phasen des Projekts – von der Finanzierung durch Spenden bis hin zur technischen Umsetzung vor Ort – und hob hervor, wie wichtig engagierte Entwicklungszusammenarbeit auf lokaler Ebene ist. Die Arbeit verdeutlicht, dass selbst kleinere Projekte nachhaltige Wirkung entfalten können, wenn sie auf die konkreten Bedürfnisse der Menschen abgestimmt sind.

Auszeichnung «SDK-Preis» 

Umweltfreundlicher Angelköder

Dorian Stefanek, Berufsbildungszentrum Herisau

Dorian Stefanek hat in seiner Vertiefungsarbeit ein Thema aufgegriffen, dass ihn auch in seiner Freizeit beschäftigt: das Angeln. Er entwickelte einen Angelköder aus umweltfreundlichem Silikon. Damit schuf er eine Alternative zu konventionellen Angelködern, welche mit giftigen Weichmachern hergestellt werden. Ihm genügte es nicht, den umweltfreundlichen Köder zu entwickeln und den technischen Prozess sorgfältig zu dokumentieren, sondern er gründete eine Einzelunternehmung, trug diese im Handelsregister ein und richtete einen Webshop ein, auf dem sein Ködersortiment bestellt werden kann. Er beweist mit seiner Arbeit, dass er unternehmerisch denken und handeln kann. Mit Eigenmotivation und Selbstwirksamkeit setzt er eine Idee in die Tat um und schafft damit einen gesellschaftlichen und ökologischen Mehrwert.

*SDK = Schweizerische Direktorinnen- und Direktorenkonferenz der Berufsfachschulen SDK-CSD

Finalist:innen

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Linus K.

Reduzierung von Food Waste 

durch Eigenanbau von Gemüse

Meret W.

KlimaSeniorinnen Schweiz: 

Marionetten oder Zukunftsvisionärinnen? 

Pina F.

4 in 1

​Ein nachhaltiges Möbelstück

Rea S.

Climate change in the Swiss Alps:

Impacts and analysis of specific effects at three SAC huts

Sophia R.

Planung einer Wildpflanzenrabatte

Ökologisches Aufwertungsprojekt in der Gemeinde Lyss

Zora S. und Hannah W.

Nachhaltiges Wohnen

Warum sind gemeinschaftliche Wohnprojekte nachhaltig?

Zusatzpreis 2025

Zudem hatten zwei Teilnehmerinnen die Möglichkeit, am Sustainable Switzerland Forum teilnehmen. Nach der Veranstaltung haben beide ihre Eindrücke mit uns geteilt. Hier kannst du nachlesen, wie sie den Anlass erlebt haben.

IMPRESSIONEN DER PREISVERLEIHUNG

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